Freiwillige Feuerwehr Buch
Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehren in Julbach begann am 26. Dezember 1884. Auf Anregung des damaligen Bürgermeisters Herrn Heimeder, Gutsbesitzer und Getreidehändler in Buch und des damaligen Gasthofbesitzers Herrn Stellner aus Untertürken wurde die Freiwillige Feuerwehr Julbach mit einem Spritzenhaus in Buch gegründet. Im Jahr 1900 wurde in der Gemeinde unter Anregung des dortmals wechselnden Bürgermeisters Herrn Jetzelsperger, Ökonom in Julbach eine zweite Feuerspritze gekauft und mit dem Bau eines zweiten Spritzenhauses in Julbach begonnen. Schon vor dem 1. Weltkrieg war die Führung der damaligen Feuerwehr Julbach bestrebt, einen geeigneten Mann zu suchen ,der die Führung einer zweiten Feuerwehr in der Gemeinde übernehmen könnte. Nach dem Krieg fanden die Vorstandschaft und der amtierende Bürgermeister Herr Gstattenbauer den geeigneten Mann und zwar den Landwirt Ludwig Neuleitner aus Buch. Auf Veranlassung des Bürgermeisters wurde dann am 30. November 1919 eine Vorversammlung zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr im Gasthaus Rechl in Buch anberaumt. 29 Mann fanden sich zusammen, allesamt aus dem Gemeindegebiet und den Liegenschaften rund um den Ortsteil Buch und es wurde dann sogleich zur Wahl geschritten.
Aus dieser Wahl gingen hervor: Als Kommandant Ludwig Neuleitner, als Adjudant Johann Holzner jun., als Schriftführer Josef Huber, als Kassier Johann Prebeck, als Steigerzugführer Nikolaus Birnkammer, als Spritzenzugführer Andreas Pallerstaller und als Zeug- und Spritzenwart Johann Oberbauer jun.. Nikolaus Birnkammer wurde einstimmig mündlich als Vereinsdiener gewählt. Es bestand somit eine zweite Freiwillige Feuerwehr in der Gemeinde unter dem Namen Freiwillige Feuerwehr Buch. 14 Feuerwehrmänner aus dem neuen Bereich, bisher in der freiwilligen Feuerwehr Julbach, traten in die neue Feuerwehr Buch über. 11 Männer traten sofort neu in die Feuerwehr ein, sodass nach Versammlungsschluss ein Mitgliederstand von 25 aktiven Wehrmännern bestand. An Ausrüstung erhielt die Feuerwehr Buch am 30. November 1919 14 Joppen, 14 Helme und Gurte aus dem Bestand der Freiwilligen Feuerwehr Julbach. Von der Gemeindekasse 150,80 Mark, einen Bezirkszuschuss von 515,- Mark und vom Landesverband 200,- Mark.
Die ersten Chronikseiten konnten wir als Originalübersetzung aus den Aufzeichnungen des damaligen Schriftführers und späteren Kommandanten Josef Huber übernehmen. Die ersten Aktivitäten der neuen Wehr waren am 1. Februar 1920 ein Feuerwehrball in Untertürken, am 25. April 1920 eine Vorübung in Buch und am 30. Mai 1920 die erste Hauptübung in Untertürken. Am 14. Juli 1921 fand die erste Hilfstätigkeit seit Bestehen der neuen Wehr statt: Brand durch Blitzschlag um 3/4 7 abends beim Wimmer Johann in Buch. Im Dezember 1922 wurde die erste Standarte durch das Institut Marienhöhe in Simbach a. Inn für 70.000,- Mark angekauft. Der Betrag hierfür wurde durch eine Haussammlung im Bereich Buch aufgebracht. Auch einige Bauern aus Julbach und Stammham hatten hierfür größere Spenden geleistet. Am 29. Juni 1923 wurde in Untertürken Standartenweihe abgehalten. Mit 29 Vereinen und 28 Fahnen zog man nach Stammham in die Kirche, wo die Weihe und die Ansprachen stattfand. Als Fahnenmutter fungierte damals Frau Weideneder aus Tann, Patenjungfrau des Patenvereins aus Taubenbach war Cäcilie Huber, als Fahnenjungfrau für Buch war Maria Kötzl gewonnen worden. Als Begleitmädl der Fahnenmutterhaben Reserl Huber und Mariele Blaser die Stellen vertreten. Am Jahresende 1923 waren, auch bedingt durch die vorherrschende Inflation in Deutschland, durch Zuschuss aus der Gemeinde und des Bezirks über 2 Millionen Mark vorhanden.
Theater, Theater Am 22. Februar 1925 wurde mit dem damaligen Turnverein Untertürken ein Vertrag über die Nutzung der Theaterbühne des Turnvereins abgeschlossen. Was und wie viel gezahlt wurde, ist leider nicht überliefert. Doch die Feuerwehr machte sich gleich daran, für die ersten Aufführungen zu proben. Am Palmsonntag 1925 war die erste Theateraufführung der Freiwilligen Feuerwehr Buch in Untertürken. Es wurde "Der Paternosterkramer im Ettal" gespielt. Im Juli 1925 gab es zwei weitere Aufführungen (Der Schusterhof) und im Advent gab man wieder zwei Aufführungen (Der Trauring) zum Besten. Am 26. April 1929 konnte man das 10jährige Gründungsfest im Gasthaus Wimmer ("im schön dekorierten Saale") mit vielen geladenen Ehrengästen und den Nachbarvereinen feiern.
Am 12. Januar 1936 Generalappell in Buch. Kommandant Huber gab die Ausführungen des neuen Reichsgesetzes bekannt, welche die Zusammenlegung der Gemeindewehren, aufgeteilt in zwei "Halblöschzüge" beinhaltete. Jedoch blieb jede Abteilung für sich selbst wie bisher. Während der Kriegsjahre von 1939 bis 1945 erfolgten leider keine Chronikaufzeichnungen, da die meisten Wehrmänner aktiven Kriegsdienst leisten mussten. Leider verschwanden auch in dieser Zeit die Standarte der Feuerwehr Buch und die Feuerspritze. Das Abbleiben dieser Dinge konnte bis heute nicht definitiv geklärt werden und wurde von den damaligen Verantwortlichen mit ins Grab genommen. In dieser Übergangszeit behalf man sich mit einer Motorspritze, die auf einem Anhänger mit Hilfe eines Traktors zum Einsatz gezogen wurde. Da die Traktoren der damaligen Zeit nicht so PS-stark waren und der Anhänger mit der Ausrüstung schwer, musste des Öfteren bergauf durch Anschieben mit geholfen werden. Am 27. und 28. Juni 1953 war die Feuerwehr Buch Patenverein beim Gründungsfest der Feuerwehr Taubenbach. Patenbraut war Elfriede Forster. Erst am 27. Februar 1955 erfolgte bei der Generalversammlung eine Neuwahl der Feuerwehrvorstandschaft wobei Luitpold Kleeberger aus Seibersloh zum Kommandanten und Ludwig Neuleitner sen. zum Vorstand gewählt wurden. Am 23. Mai 1959 begann der große Festakt zum 40jährigen Gründungsfest. Vorstand Maurer, Kommandant Kleeberger und Schirmherr 1. Bürgermeister Gruber begrüßten viele Ehrengäste. Als Patenverein fungierte damals die Feuerwehr Taubenbach. Am Sonntag wurde der große Festgottesdienst mit der Weihe der neuen Fahne und der Bänderverleihung gefeiert. Als Festdamen waren damals mit dabei: Als Fahnenmutter Karoline Bachmeier, Trauermutter Therese Jetzelsberger, Fahnenbraut Maria Kötzl und als Patenjungfrau Theresia Neuleitner. Patenjungfrau aus Taubenbach war Viktoria Mitterer.  
Die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Buch
Die Festdamen von 1959 Viktori Mitterer, Maria Kötzl, Karolina Bachmeier, Therese Jetzelsberger, Therese Neuleitner
1884
1900
1919
1920
1921
1922
1925
1936
1939 - 1945
1953
1955
1959
1960
In der Jahreshauptversammlung am 24. Januar 1960 wurde beschlossen, eine neue Tragkraftspritze anzuschaffen. Diese Tragkraftspritze wurde dann am 06. Dezember 1960 geliefert und wurde erst 1997 durch ein neueres Modell abgelöst. Sie befindet sich bis heute noch immer im Besitz der Freiwilligen Feuerwehr Buch und leistet auch heute noch immer gute Dienste. Am 21. Dezember 1960 fiel dann in der Vorstandssitzung der Beschluss, dass man ein Feuerwehrfahrzeug beantragen wird. Vorstandschaft und Maschinisten entschieden sich am 15. März 1961 für einen Ford Kombi mit 55 PS. Der Beschluss wurde an die Gemeinde weitergeleitet und von der Gemeinde positiv bewertet.
Am 27. Februar 1962 konnten 1. Bürgermeister Gruber, 1. Kommandant Neuleitner und 2. Kommandant Fischerbauer das Fahrzeug vom Ford-Händler in Simbach abholen. Somit war die Feuerwehr Buch erstmals mit einem Feuerwehrfahrzeug ausgestattet. Ein lange gehegter Wunsch der Feuerwehr Buch ging somit in Erfüllung: Es handelt sich um eine Ford Taunus Transit 1250 TSF mit 55 PS, der neben der Tragkraftspritze die volle Geräteausstattung einer Löschgruppe trägt und sechs Feuerwehrleuten eine Sitzmöglichkeit bietet. Der schwerfällige Tragkraftspritzenanhänger, der durch fremde Motorkraft zur Brandstelle gezogen werden musste, gehörte von nun an der Vergangenheit an. Am 20. Mai 1962 wurde das Fahrzeug feierlich eingeweiht und offiziell seiner Bestimmung übergeben. Am 14. Mai 1961 war die Feuerwehr Buch der Patenverein zur Fahnenweihe der Feuerwehr Stammham.
1961 - 1962
1976
Am 14. und 15. August 1976 wurde von der Feuerwehr Buch das erste “Gartenfest” am Salettl in Bruckmühl ausgerichtet, das über Jahre hinweg und mit nur einigen Unterbrechungen einen festen Platz im Jahresablauf hat. Der Wunsch für ein neues Feuerwehrhaus ging schon in die 70er Jahre zurück. So wurde in der Jahreshauptversammlung 1976 der Beschluss gefasst, einen Ausbau oder Neubau in Angriff zu nehmen. Schließlich wurde am 18. Oktober 1977 der Grundstückskauf von Amler Sophie getätigt und die Vorbereitungen für den Neubau des Feuerwehrhauses konnten beginnen. Baubeginn war schließlich am 04. Oktober 1978.
Im Jahre 1978 wurde vom damaligen 2. Kommandanten Johann Maurer sen. die Altkleidersammlung eingeführt. Seit dieser Zeit wird durch die Feuerwehr Buch regelmäßig im Gemeindebereich gesammelt. Auch besteht die Möglichkeit, jeden 1. Samstag im Monat die Altkleider und Altpapier am alten Feuerwehrhaus am östlichen Ortseingang abzugeben. Diese Sammelaktion beschert der Feuerwehr Buch bis heute eine gute Entlastung der Vereinskasse und machte so manche Anschaffung erst möglich.
1978
1929
Durch die fleißige Beteiligung vieler freiwilliger Helfer beim Bau des neuen Feuerwehrhauses konnte bereits am 10. November 1979 Richtfest gefeiert werden. 1979 mussten die Mitglieder der FF Buch für den 1978 plötzlich verstorbenen Vorstand Rudolf Reiter einen neuen 1. Vorstand wählen. Die Wahl fiel dabei auf Rudolf Mühlstrasser.
1979
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Bilder vom Rohbau mit dem Schützenheim auf der Nordseite
1971
Im Jahr 1971 wurde am Bahnhof die Prüfung zum Leistungsabzeichen abgelegt. Hiervon sind sogar noch Bilder erhalten.